Olivenhaine

Ausflug ins Land der Olivenhaine

02/02/2006

Anne und Alexandre Buffard bewohnen ein hübsches Anwesen in der Nähe von Nyons in der provenzalischen Drôme. Ihr typisches Mas, in dem sie Gästezimmer eingerichtet haben, liegt im malerischen Vallée des Nymphes. In unmittelbarer Umgebung findet sich einiges, was die Region an Köstlichkeiten zu bieten hat: Trüffel, wilder Spargel, Honig, Lavendel, duftende Kräuter der Provence und Oliven. Anfang Februar gehört die Olivenernte und das Pressen der Oliven zu den Höhepunkten des Jahres. Und da gibt es reichlich zu tun!

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Die Bewohner dieser Gegend wissen es zur Genüge, der Anbau von Oliven ist harte Arbeit, der Lohn dafür um so größer. Auch die Tanche-Olive aus Nyons wird erst durch die Verarbeitung genießbar. Aus der Frucht des Lebensbaumes entsteht nach sorgfältiger Pressung das wertvolle, goldglänzende Olivenöl, ein Geschenk der Natur.

 

Seit Anne und Alexandre sich im Gebiet von Nyons niedergelassen haben, bleibt ihnen keine Zeit für Langeweile. Sie hat der Tätigkeit im Bereich Marketing den Rücken gekehrt, um sich der Kochkunst zuzuwenden. Er, der Kunstmaler, findet in der provenzalischen Umgebung die gleiche Inspiration wie die großen Meister vor ihm. Seine Fähigkeiten gibt Alexandre gerne an die Teilnehmer seiner Malkurse weiter.

 

Das Paar ist von Olivenbäumen begeistert, die mehrere hundert Jahre alt werden können. Auch ihr Mas Bella Cortis ist von einem Olivenhain umgeben. Von Februar bis Ende März werden die Oliven geerntet und in den Ölmühlen gepresst, eine ideale Zeit, das Gebiet um Nyons zu erkunden und alles über das wertvolle Öl zu erfahren.

 

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Gleich bei der Ankunft erhalten die Gäste Vorschläge für einen Streifzug durch die drei kleinen Täler von Eygues, Ouvèze und Ennuyé, ein von Olivenbäumen geprägter Landstrich.

 

Die Rundfahrt beginnt am Office du Tourisme von Nyons, die Hochburg der Tanche-Oliven. Außerdem sind in dem Städtchen die schöne Brücke Pont Roman aus dem 13. Jh. und die malerischen Gassen des Forts-Viertels sehenswert.

 

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Zunächst heißt es jedoch das Olivenöl-Museum und die Genossenschaft „Coopérative du Nyonsais" zu besuchen. Die  Besichtigung der „Scourtinerie et Vignolis", wo früher die Fasermatten (scourtins) für die Ölpressen hergestellt wurden, sollte ebenso wenig versäumt werden, wie die alten Ölmühlen vergangener Jahrhunderte oder die noch aktive Mühle Dozol-Autrand, deren Öle häufig eine Medaille erhielten.

 

Anschließend kann die Tour mit einem Besuch der „Domaine de la Blanchette" fortgesetzt werden. Auf diesem Bauernhof werden Olivenöle und Cremes verkauft. Danach sind die hübschen Dörfer Villeperdrix, Saint May, le PoÎt-Sigilat, Buis-les-Baronnies, Roche sur Bois, Moullans sur Ouvèze, Piégon, Mirabel-aux-Baronnies, Châteauneuf de Bordette.... einen Abstecher wert.

 

Die Zeit ist viel zu kurz, um an einem Wochenende alles zu entdecken. Zumal die Gäste im Mas Bella Cortis ein Abendessen erwartet, bei dem die Olive in allen Varianten zu Ehren kommt. Angefangen vom Aperitif mit Oliven und kleinen Toasts mit der Olivenpaste Tapenade. Natürlich sind auch alle weiteren Gerichte mit Olivenöl zubereitet, der Roquette-Salat mit Jakobsmuscheln, Dorsch mit Olivenkartöffelchen, eingelegter Ziegenkäse. Nur der Nachtisch ist ölfrei, es werden gebratene Mango in Honig serviert. Der gastronomischen Höhenflug wird von einem Wein des Tricastin begleitet.

Praktisch

Mas Bella Cortis in  la Garde Adhémar Tel.: 0033 (0)4 75 04 04 15

www.masenprovence.com

Preis für 2 Personen für eine Übernachtung mit Frühstück und Olivenmahl  200 €.

Weitere Auskünfte:

 

Office du Tourisme de Nyons Tel.: 0033 (0)4 75 26 10 35

www.nyonstourisme.com

 

Vignolis Coopérative du Nyonsais Tel.: 0033 (0)4 75 26 95 00

www.coop-nyonsais.fr

 

Gelegenheit zu einem Ausritt:

Le Chemin des Oliviers Tel.: 0033 (0)4 75 45 78 79

www.drome-a-cheval.com

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