Polarnächte
12/01/2006
Wer hat nicht als Kind vom Leben der Eskimos geträumt? Manche haben vielleicht sogar versucht ein Iglu zu bauen, vermutlich mit nur geringem Erfolg. Die Konstruktion aus Schnee fiel schnell zusammen. Nun, wie bei jeder Bauweise gibt es auch für Iglus eine ganz bestimmte Technik. Unvergesslich ist jedoch die Übernachtung in solch einer Schneehütte in der großartigen Natur und Stille verschneiter Berge.

Schneeschuhwanderungen erfreuen sich, wie bereits an dieser Stelle gesagt, einer ständig steigenden Beliebtheit. Die Angebote, eine Woche oder ein Wochenende in der verschneiten Natur zu wandern und den Tierspuren im Wald zu folgen, werden immer zahlreicher. Doch noch spannender sind die Nächte in einem Iglu. Das Programm beginnt mit der Ankunft im Hotel. Am nächsten Tag geht es mit Schneeschuhen oder Tourenski und versehen mit deftiger Verpflegung (Beaufort- und Reblochon-Käse, verschiedenen Wurstsorten und Obst) durch die Schneelandschaft der Berge. Höhepunkt der Tour ist dann die Übernachtung im Iglu.

Bei einigen Aufenthalten können die Teilnehmer sogar selbst an der Konstruktion der kühlen Unterkunft teilnehmen. Sie lernen wie die Blöcke mit einer passenden Krümmung geschnitten werden müssen, um eine gemütliche kleine Schneehütte zu bauen, die nicht über den Bewohnern zusammenbricht. Mit der richtigen, fachkundigen Anleitung gelingt das leicht.
Ausgestattet mit einer guten, aufblasbaren Matratze und einem Schlafsack für extreme Temperaturen (die Ausrüstung kann auch gemietet werden) steht der Übernachtung im Iglu nichts mehr im Wege. Umgeben von den Geräusches des Waldes und dem Ruf der Tiere verbringen die Gäste eine unvergessliche Nacht wie am Polarkreis.

Das Abendessen und das Frühstück wird von den Teilnehmern gemeinsam zubereitet. Natürlich sollte man seine Ansprüche an gehobenen Komfort vergessen. Die „Polarnacht" ist jedoch für alle Gäste sowie Kinder ab 12 Jahren geeignet. Einige Programme bieten die gleiche Schneeschuhwanderung, jedoch mit Übernachtung in einer festen Berghütte mit Ofen oder Zentralheizung.
Es heißt sogar, für Verliebte sei eine Nacht im Iglu mindestens ebenso schön wie im King-Size-Bett eines Palasthotels. Wohl wahr!
Praktisch
Der Veranstalter „Association Cairn" bietet Wochenenden mit Schneeschuhwanderungen und Übernachtung im Iglu ab Les Carroz d'Arâches. Bei diesem Programm wird von einer Etappe zur anderen gewandert und die Teilnehmer bauen ihre Schneehütte selbst.
139 € pro Person. Tel.: 04 50 34 48 03
In Les 2 Alpes besteht de Möglichkeit zu Fuß oder mit Schneeschuhen bis zur Berghütte „La Bergerie Kanata" von Sylvain und Stephan zu wandern und ein Abendessen in 2100 m zu genießen.
Für 22 € werden Glühwein, Salat, ein Kartoffel-Käseauflauf „Tartiflette", Dessert, 1/4 l Wein und ein Enzianschnaps serviert. Anschließend kann man in einem der neun vor Ort erbauten Iglus übernachtet werden. (80 € pro Nacht mit Frühstück und Schlafausrüstung).
Auskünfte: Tel. 06 12 29 49 03.
Polarnächte im Iglu sind in der Regel, je nach Witterungsbedingungen, von Dezember bis Ende März, manchmal sogar noch im April möglich.
Dokumentation
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